Zu Tisch!

Im mittelalterlichen Lager haben bisher noch ein paar Besteckteile gefehlt, die es einem erlauben würden, stilecht vom Teller des Nachbarn zu stibizen. Mit ein wenig Torsion und Ideen sind drei sehr unterschiedliche Werkzeuge entstanden.Pfriem 4 Pfriem 5 Pfriem 2

Alt und Neu

Vor zwei Jahren bin ich über eine regionale Kleinanzeige an eine Pfaff Industrienähmaschine gekommen.

Die arme war recht runtergekommen, da sie die letzten Jahre in einer Scheune auf einem Bauernhof zugebracht hatte. Vom Stroh und Staub befreit hat sich dann gezeigt, dass außer ein paar Kleinigkeiten die Maschine recht gut in Schuss war. Zum Glück habe ich einen sehr kompetenten Techniker gefunden, der die defekten Teile ausgetauscht hat und die Maschine fein justierte.

In diesem Zustand habe ich mein erstes Zelt angefangen zu nähen, aber die Geschwindigkeit der Maschine hat mir immer wieder sehr zu schaffen gemacht.

Mit Hilfe eines Frequenzumrichters konnte ich dann die Geschwindigkeit drosseln, aber die defekte Kupplung hat es schwer gemacht an kniffligen Stellen zu nähen.

Jetzt habe ich mich entschlossen der alten Pfaff einen nagelneuen Servomotor samt Steuerung zu spendieren. Ausgerüstet mit einem Positionsgeber kann die betagte Dame nun sogar die Nadel im Stoff platziert lassen oder in die Startposition stellen. Das Anlaufverfahren ist auch genial und sie reagiert sehr fein auf das Fusspedal.

So ist die Maschine gerüstet für das nächste Zeltprojekt. Nun noch ein paar Fotos vom Umbau.

 

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Die Maschine im Urzustand.
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Der original Kupplungsmotor – ein Ungetüm von ca. 20 kg

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Das Handrad wird mit einem Positionsgeber ausgestattet. Im Gehäuse versteckt sind zwei Scheiben mit einem Schlitz, der durch Lichtschranken die Nadel zum Halten veranlasst.

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Unter dem Tisch sieht es jetzt ein wenig aufgeräumter aus. Der neue Antrieb ist zwar stärker, aber sehr viel kleiner.

PfaffzweiNull 1

 

Und nun noch der geschlossene Positionsgeber.